Da der Nikotingehalt in Zigaretten und Nikotinbeuteln oder anderen Produkten unterschiedlich hoch ist, hängen Wirkungen und Nebenwirkungen auch von der Art und Dauer der Nikotinaufnahme ab. Da Nikotin an den Rezeptoren der Nervenzellen ansetzt, die als Teil des vegetativen Nervensystems für die Organtätigkeit von Herz und Darm zuständig sind, betreffen die meisten potenziellen Nebenwirkungen den Stoffwechsel und das Herz-Kreislauf-System. Aufgenommen durch Rauch kann besonders die Lunge von Langzeitfolgen betroffen sein. Mögliche Nebenwirkungen und Folgen von Nikotin sind:
- erhöhter Puls und Blutdruck
- erhöhter Stoffwechsel
- Durchfall
- Übelkeit
- Appetitreduzierung
- vermehrte Schleim- und Speichelproduktion
- vermehrtes Schwitzen
Nikotin kann zu Kopfschmerzen führen. Es muss aber kein Auslöser dafür sein, sondern wirkt eher verstärkend bei Personen, die zu Migräne neigen. Der Körper gewöhnt sich nach einer gewissen Zeit an den Stoff, sodass der Körper eine höhere Menge benötigt, um die gewünschte Wirkung von Nikotin zu erzielen. Das Einstellen des Nikotinkonsums kann dadurch schwerfallen und zu Entzugserscheinungen führen. Ein regelmäßiger und langfristiger Konsum kann Langzeit-Nikotinfolgen bewirken.
Dazu gehören:
- Veränderung der Durchblutung, schnelleres Frieren
- Husten und Auswurf, chronischen Bronchitis
- Kurzatmigkeit
- veränderter Entwicklungsverlauf bestimmter Hirnregionen bei Heranwachsenden
- erhöhte Neigung zu bestimmten Krankheitsbildern des Immun-, Herz-Kreislauf-Systems oder Krebs Ebenso kann zu viel Nikotin Nebenwirkungen nach sich ziehen und zu einer Überdosis und Nikotinvergiftung führen, die in seltenen Fällen verheerende Konsequenzen mit sich bringen kann.
Nikotin gelangt schon nach wenigen Sekunden ins Gehirn. Dieses rapide, intensive Eintreten der Nikotinwirkung wird auch als „Nikotinflash“ bezeichnet. Die Wirkung ist meist nur von kurzer Dauer. Die Halbwertszeit von Nikotin beträgt ungefähr zwei Stunden, nach circa drei Tagen ist es vom Körper abgebaut. Nachgewiesen werden kann Nikotin jedoch noch nach Monaten über den Abbaustoff Cotinin, der in Blut, Speichel und Urin vorkommt. Dieser hat im Gegensatz zu Nikotin eine Halbwertszeit von 15 Stunden. Es hängt allerdings stark von individuellen Faktoren ab, wie schnell Nikotin vollständig vom Körper abgebaut wird.
FAQ: Was sind die Nebenwirkungen von zu viel Nikotin?
Zu viel Nikotin kann zu einer Überdosis führen, die sich oftmals zuerst in Form von Übelkeit bemerkbar macht. Der Blutdruck und die Herzfrequenz steigen und es kann zu Kopfschmerzen, Panikzuständen und Atemnot kommen. Wird der Konsum eingestellt und das Nikotin abgebaut, sinken Blutdruck und Herzfrequenz wieder. Dann kann es zu Durchfall und Erschöpfungserscheinungen kommen.
Was macht Nikotin mit dem Körper?
Nikotin setzt bestimmte Neurotransmitter - wie zum Beispiel Dopamin oder Adrenalin - frei, was zu einer kurzfristigen Leistungssteigerung führen und Glücksgefühle bei den Konsumierenden auslösen kann. Jedoch kann es sich auch auf den Stoffwechsel und das Herz-Kreislauf-System auswirken und bei langfristigem und regelmäßigen Konsum Langzeitfolgen begünstigen.
Wie lange ist Nikotin im Körper?
Nikotin hat eine Halbwertszeit von etwa zwei Stunden im menschlichen Körper. Der Abbau von Nikotin dauert etwa drei Tage, die Dauer hängt jedoch auch von individuellen Faktoren ab. Beim Abbau von Nikotin entsteht das Abbauprodukt Cotinin, das eine Halbwertszeit von 15 Stunden hat und darüber hinaus noch viel länger im Körper nachgewiesen werden kann.